Sonntag, 8. September 2013

Bei der Arbeit ( Büro/Schule/Centro Aleman) (4/4)



Wie erwähnt ist Claudia, die Chefin von Ades, länger im Büro ist sie aber meistens nur Freitags. 
Der eigentliche „Kopf“der Fundacion ist Ingrid. Sie ist fast immer da , organisiert das meiste und kümmert sich um die Finanzen. etc. Bis jetzt ist auch sie mehr sehr sympatisch, allerdings hab ich noch Schwierigkeiten mich mit ihr zu unterhalten (es wird wirklich Zeit das mein Spanisch besser wird)
Ivanna, ist 21, bald 22 , Kolumbianerin aus Bogota (Claudia ist übrigens auch aus Kolumbien) und ist auch recht oft da. Auch sie spricht und Englisch und ist so wie ich das mitbekommen hab auch ein bisschen zuständig für mich. Jedenfalls ist sie die Person die ich meistens frage,  wenn mir irgendwas wegen der Arbeit im Büro unklar ist. Auch mit ihr verstehe ich mich sehr gut  und hab auch schon privat einige Male etwas mit ihr unternommen. Auch sie studiert im Moment und muss eine Abschlussarbeit schreiben.

Ansonsten arbeiten noch Nia(in letzter Zeit war sie oft nicht da), Anita (ein Mädchen in meinem Alter) und Maria de Carmen (ich schätze sie mal auf Ende 30?) im Büro, allerdings hat ich mit den beiden bisher wenig zu tun.
Generell herrscht im Büro ein ziemliches kommen und gehen und auser Ingrid und Ivanna  ist kaum einer den ganzen Tag da. Die meisten arbeiten oder studieren neben her noch was anderes, die Arbeitzeiten werden nich so genau genommen und auch während der Arbeitszeiten geht mal wer kurz einkaufen, in den Supermarkt oder ins Internet und macht sonst was (wenn grade nicht viel zu tun ist.) 


Zur Schule fährt mich Rodid, der Taxifahrer von ADES. Er ist nich fest bei ADES angestellt, aber er wird immer angerufen wenn ADES einen Fahrer braucht und fährt mich, wie gesagt noramerweise jeden Tag zur Schule und zurück. Der beste Autofahrer ist er glaub ich nicht aber er ist wirklich total nett und es macht eigenlich jedes mal Spaß mit ihm zu fahren. Obwohl auch er  bis auf einige wenige Worte nur Spanisch spricht, klappt das Unterhalten mit ihm ziemlich gut. Er spricht langsam und deutlich, erklärt mir die Worte die ich nicht verstehe und ich bin überzeugt das ich bei ihm mindestens genauso viel lerne wie im Centro Aleman, wo ich zweimal pro Woche zwei Stunden Spanischunterricht bei Christian habe. Da er obwohl er im Centro Aleman arbeitet , kein deutsch kann (ich hab dort noch keinen deutsch reden hören, ich will nicht wissen wie die ihren Deutschunterricht machen :D update:inzwischen doch ein paar mal)!:D ist der Unterricht auf Englisch/Spanisch. (Update:. inzwischen hab ihm auch schon ein bisschen Deutsch beigebracht :D) es ist eigentlich jedes Mal ziemlich lustig, grade wegen dem einen oder anderen Missverständnis und auch weil wir uns ziemlich gut verstehn. Der beste Lehrer ist aber leider trotzdem nicht!:/;) 

Elizabeth ist die Direktorin der Schule. Sie kümmert sich um alles bezüglich meiner Arbeit in der Schule und ist die einzige Person an der Schule vor der die Schüler wirklich Respekt haben. Die anderen Lehrerinnen sind nett, aber eher distanziert (Update:Ist schon viel besser geworden! Auch hier hab ich inzwischen ein paar, die ich echt gern mag.:))Sie helfen mir wenn die Schüler gar nicht mehr hören, ansonsten weis ich noch nicht so ganz was sie von mir halten. Sie sprechen alle ausschließlich Spanisch. und ich bin mal gespannt ob sich da noch was ändert , vielleicht wenn ich die Sprache auch besser kann.


Schulhof und Elizabeth

Schule/Schulhof/Haupteingang

Hintereingang(im stehen passen nur die Erstklässler durch:D)

Die Familie meiner Chefin (3/4)

Familienausflug nach Cuenca: oben: Anna,Nia, Claudia, Eduardo &seine Mutter

ja, es war windig :D



Claudia Patricia ist die Chefin von ADES. Da sie zusätzlich auch noch Fachleiterin an der Universität Casa Grande ( die Uni an der auch ich“ studieren“ werde) hat sie immer viel zu tun. Zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebt sie in Samboron , einem ziemlich noblen Viertel etwas auserhalb der Stadt am Rio Guayas (der Ausblick vom Balkon ist ziemlich genial*.*) in einer bewachten Wohnsiedlung. Am Wochenende war ich schon öfter mit ihrer Familie unterwegs. Eine ganz, ganz liebe Frau, total fürsorglich und lieb. So eine von den Personen, die eigentlich jeder mag.
Eduardo ist Claudias Mann. Er arbeitet als Anwalt und  stammt aus einer Familie die sich wohl ziemlich hochgearbeitet hat und ursprünglich aus Frankreich kommt.
Estefania (Nia) ist die 24jährige Tochter der beiden. Sie studiert irgendwas mit Politik und ist im Moment ein bissschen im Stress da sie ihre Masterarbeit schreibt. Letztes Jahr hat sie ein Jahr lang in Madrid studiert und fliegt im Dezember nochmal für einen Monat dorthin um ihre Masterarbeit abzugeben. Sie arbeitet auch im Büro ADES und in der in der Universität Grande. Seit ich hier bin war sie die Person mit der ich bis jetzt am meisten unternommen habe und  mit der ich mich bis jetzt auch richtig gut verstehe. (Ja sie spricht auch sehr gut Englisch:D)

Lola ist der Hund. Er ist klein, knuddelig, schläft gerne auf "meinem" Bett und wird überallhin mitgeschleift. (Auch gerne mal von Eduardo in der Hundehandtasche :D) 
obligatorisches Badezimmerbild bei der Silberhochzeit in Cuenca (Nia&ich)

"mein" Bett&Lola

Meine Gastfamilie:) (2/4)






Fangen wir an mit…

…meiner Gastfamilie.
 Die besteht nämlich ganz theoretisch nur aus 3 Personen:
Patricia (oder Pato=Ente genannt, fragt mich bitte nicht weshalb, ich hab keine Ahnung:D) ist Mitte 40, geht jeden Tag joggen und sagt über sich selbst sie ist immer auf Diät. Sie arbeitet in einem katholischen Frauenzentrum, im Rathhaus und als Professorin wenn ich das richtig verstanden habe.  Sie hat weder Mann, Freund noch Kinder und lebt bei ihren Eltern. Als einzige von den drei kann sie ein bisschen Englisch (sie nimmt nebenher auch noch Englischunterricht), weshalb die Kommunikation mit ihr ganz gut klappt.
Yolanda ist die Gastoma. Sie ist siebenundsiebzig und führt zusammen mit ihren beiden jüngeren Schwestern einen kleinen Friseursalon. ( Allerdings lässt noch nichteinmal ihr Mann sich von ihr die Haare schneiden, mir wurde dringend abgeraten dorthin hinzugehen!:D) Auch sie ist recht katholisch und geht abends ab und zu in die Kirche.

German ist der Gastsopa. Da er als einziger nicht mehr arbeitet ist er den ganzen Tag zuhause und damit derjenige den ich am häufigsten sehe. Wir essen Mittags meistens zusammen und manchmal auch Morgens und Abends ( da sind Yolanda und LuisRo dann auch oft dabei). Meistens kümmert eher sich um irgendwas am Haus, bastelt irgendwo dran rum oder schaut fern. Bis jetzt sind mir alle drei sehr sympatisch,und vorallem meine Gastgroßeltern habe ich jetzt schon sehr gern.

Außerdem gibt es noch:
Karina, die Haushälterin: Unter der Woche ist sie mittags da, kocht das Mittagessen (sehr gut übrigens!)  und erledigt kleinere Arbeiten im Haushalt.
Luis Roberto (oder LuisRo) den Neffe von Patricia: Er ist 18 Jahre alt und studiert seit diesem Jahr „Buisness Administration“. (scheint eins von den Studienfächern zu sein, für die man absolut nichts machen muss :D) Da die Uni recht weit weg vom Haus seiner Eltern ist (und die ist immer erst recht spät abends um 8 oder9) schläft er unter der Woche meist  bei seinen Großeltern (bei uns). Auch er kann Englisch und wir verstehen uns ziemlich gut. Update: inzwischen verbringe ich eigentlich mit ihm die meiste Zeit, wenn ich zuhause bin! Er hat noch zwei Geschwister (Martha oder Tita, sie wird bald 15) und Sebastian (13) ,die hab ich aber noch nicht soo oft gesehn bisher. Gemeinsam mit ihren Eltern Martha und Roberto (Patricias Bruder) leben sie in einem Viertel, etwas weiter weg.
Pierda, Juli&Leonor: Yolandas Schwestern: mit Pierda &Juli führt Yolanda den Frsieursalon. Sind alles sehr herzlich, lieb &immer gut drauf. 
Adriana: ein kleiner Sonnenschein. Diesen Oktober ist sie $ Jahre alt geworden. Hab sie noch nicht so oft gesehn, aber sie ist zuckersüß. Eigentlich ist sie, Leonors Enkelin, aber da die Schwestern immernoch so viel miteinenader machen und alle in die kleine Adriana vernarrt sind, hat sie 4 Omas;)

Adriana & ihre "Großeltern", hinten: Julim; Herman, Yolanda&Pierda, vorne: Leonor&Adriana
Jacob, ein sehr süßer  Hund von der Straße, der bei uns auf dem Hof lebt, zwei verschiedenfarbigen Augen hat und ganz verrückt nach mir ist:D
Yolanda und Adriana
Michi, unsere Siamkatze die nicht rausdarf und wegen der es wichtig ist dass alle Türen und Fenster immer gut zu sind. Auch goldig aber etwas scheu..
Adirana und Juli

von links: Sebastian, Yolanda, LuisRo, Tita und Pato

Eingelebt? (1/4)



So Ihr Lieben, der erste Monat ist schon fast um, höchste Zeit für einen ersten Zwischenbericht!:)

Ob ich mich inzwischen eingelebt habe, werde ich immer wieder gefragt. Und weiß dann nicht genau was ich antworten soll. Eingelebt? Heißt dass das ich mich wie zuhause fühle? Das es sich normal anfühlt? Dass ich mich an das Leben hier gewöhnt habe? Es selbstverständlich ist? Nein dann noch nicht. Noch immer entdecke ich tagtäglich Dinge, die neu für mich sind, probiere etwas das ich nicht kannte, lerne neue Menschen kennen, befinde mich in ungewohnten Situationen, tue etwas das ich noch nie vorher getan habe, lerne ein paar neue Worte…
Auch das Wort “Alltag” traue ich mich eigentlich noch nicht zu benutzen. Obwohl ich jetzt schon zwei Wochen zur Schule gehe , habe ich meinen Stundenplan erst gestern bekommen, war noch nicht in allen Klassen , war eigentlich in beiden Wochen nur die Hälfte der Zeit da und nein ich finde ich mich dort auch noch nicht wirklich zurecht.
Ein weiterer Punkt ist das Spanisch. Klar habe ich in den Wochen bestimmt einiges dazu gelernt, aber angesichts des Maßes in dem ich nur unterhalten kann, dass ich mich immer noch nur schwer verständigen kann, merke ich: nein das klappt noch nicht so wirklich, da liegt echt noch ein weiter Weg vor mir.  Auch muss ich zugeben, dass ich jedes Mal froh bin mit Nia , Ivanna oder meinem Gastbruder Englisch reden zu können ab und zu mal über mehr als das Wetter und den üblichen Smalltalk unterhalten zu können.
Da jeder von euch auf einem bisschen anderen Stand ist und mich mit euch von unterschiedliche Dingen erzählt habe, habe ich mich entscheiden euch nicht mit chronologischen Berichten über jeden einzelnen Tag zu langweilen sondern euch erst einmal die Leute vorzustellen mit denen ich (bis jetzt) tagtäglich zu tun habe.